Waldviertel

kamptalInfos Waldviertel

Still, unberührt, kräftigend und einzigartig – das ist das Waldviertel. Nördlich der Donau erhebt es sich mit seinen zum Böhmischen Massiv gehörenden Höhen, die von dichten Nadelwäldern bedeckt sind. Das Waldviertel ist ein dünn besiedeltes und wirtschaftlich vergleichsweise wenig entwickeltes uraltes Grenzland, dem gerade wegen seiner Abgeschiedenheit und rauen Schönheit eine große Zukunft als Erholungsraum für Genießer und ruhesuchende Urlauber prophezeit wird. Als Ausgangspunkt für die Erkundung des Waldviertels bietet sich die Stadt Langenlois an, Österreichs größte Winzergemeinde. Die Weinstadt im niederösterreichischen Kamptal mit ca. 7.183 Einwohnern im Bezirk Krems-Land, stellt eines der „Drei Eingangstore” in den Kulturpark Kamptal dar. Unweit von dort mündet auch der größte Fluss des nordwestlichen Niederösterreichs, der Kamp, in die Donau.

Das Kamptal im Waldviertel

Im Waldviertel befindet sich das Kamptal, benannt nach dem gleichnamigen Fluss. Obwohl der Kamp nur eine Länge von 140 Kilometern aufweist, sind die Landschaften, die sie durchfließt, sehr verschiedenartig. Karge Flächen, Wald-Täler mit Granitblöcken, Moore, Teiche und sogar tiefe Schluchten ergeben hier ein Panorama wilder und ursprünglicher Natur. Weiter unten am Kamp nähert man sich der Donau. Innerhalb des warmen und regenarmen Klimaeinflusses der Puszta- Ebene, findet sich hier ein optimales Klima zum Weinanbau.

Die Rosenburg im unteren Kamptal

rosenburgEin Stück weiter nördlich, wo der Kamp im rechten Winkel nach Süden verläuft, erhebt sich über dem gleichnamigen Ort auf einer 100m hohen Felsklippe die Rosenburg. Das im 16.Jahrhundert zu einem Renaissance-Schloss umgebaute prächtige Bauwerk mit seiner Vielzahl von Türmen und einem kolossalen Turnierhof gilt als eines der bekanntesten Schlösser Österreichs. Gelegen in malerischer Lage lohnt sich ein Ausflug zum Schloss vor allem bei schönem Wetter.

Die nördlichen und südlichen Gebiete im Waldviertel

Zwischen Kamp und der tschechischen Grenze findet man den ursprünglichsten Teil des gesamten Waldviertels, das nördliche Waldviertel, vor. Raues Klima und Abgeschiedenheit begründen die bisher geringen Besucherzahlen des Gebiets. Der südliche Teil des Waldviertels erstreckt sich zwischen Kamp und Donau und erweist sich als wesentlich beliebter bei Österreich-Besuchern. Aufgrund seines breiten Wald- und Berggürtels, in dem man viele kulturhistorische Orte und weite Wandergebiete findet, zieht er viele Kulturreisende in seinen Bann.

Im Südwesten des Waldviertels: Ysper- und Weitental

Im klimatisch milden Südwesten des Waldviertels erstrecken sich dank der Nähe zur Donau das Ypser- und das Weiten-Tal. Ersteres ist vor allem für seine unberührte wild-romantische Landschaft bekannt. Das historische Zentrum der beiden Täler ist der Markt Pöggstall. Dessen Mittelpunkt bildet Schloss Pöggstall (auch Schloss Rogendorf oder Schloss Roggendorf genannt), eine ehemalige Wasserburg. Die große Besonderheit der Anlage ist ihr zwischen 1530 und 1540 erbautes Rondell, ein Vorwerk mit 50m Durchmesser, entstanden nach Entwürfen Albrecht Dürers, ein bedeutender Künstler zur Zeit des Humanismus und der Reformation.

(Bildquelle: captain.orange, naglerw)

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