Österreich will härtere Strafen für Doping

Künftig sollen Dopingsünder in Österreich mit empfindlicheren Strafen belegt werden können. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und Sportminister Norbert Darabos legten jüngst einen entsprechenden Gesetzentwurf, der zum 1. Januar 2010 in Kraft treten soll. Des Weiteren wurden Verschärfungen des bereits bestehenden Anti-Doping-Gesetzes entschieden. Nun muss allerdings noch das Österreichische Parlament seine Zustimmung geben.

Unter bestimmten Umständen soll demnach Doping als schwerer Betrug nach dem Strafgesetz geahndet werden können. Eine Verurteilung könnte somit eine Gefängnisstrafe von mehreren Jahren zur Folge haben. In Fällen, wo der Schaden 50.000 Euro übersteigt, kann der Strafrahmen sogar bis zu zehn Jahre betragen. Die harten Strafen haben ihren Grund, denn schließlich: „Wer dopt, betrügt“, so Sportminister Darabos.

Vermehrte Dopingskandale

Auslöser für das verstärkte Durchgreifen der Justiz sind die zahlreichen österreichischen Dopingskandale der letzten Jahre. So hatte bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 eine Spezialeinheit der italienischen Carabinieri die Teamquartiere der österreichischen Langläufer und Biathleten gestürmt. Dabei wurden Bluttransfusionsgeräte sichergestellt. Auch Dopingfälle wie die der Radprofis Bernhard Kohl und Christian Pfannberger oder der Triathletin Lisa Hütthaler ließen das Land in Sachen Doping nicht mehr zur Ruhe kommen.

“Der Sportler verschafft sich nicht nur einen unrechtmäßigen Vorteil im sportlichen Wettkampf“, erklärte Sportminister Darabos. „Sondern auch, indem er Prämien, Sponsoren- und Preisgelder erhält.” Schließlich dürfe Doping im österreichischen Sport keinen Platz haben.

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