Gondoliere fährt von Wien nach Budapest

24.09.2012

Erstmals hat ein über 70-jähriger Gondoliere die Strecke von Budapest nach Wien auf einem vezianischen Boot zurückgelegt. Für die über 300 Kilometer brauchte Vittorio Orio lediglich rund 5 Tage.

Von Österreich, über die Slowakei nach Ungarn

Außergewöhnliche Fahrten sind dem aus Venedig stammenden Italiener kein Fremdwort: Für einen Papstbesuch fuhr er mit seiner Gondel bereits von Venedig nach Rom, weiterhin durchquerte er den Ärmelkanal sowie den New Yorker Hudson River. Bei seinem  diesjährigen Vorhaben sollte es noch ein wenig mehr sein. Durch die Länder Österreich, die Slowakei bis hin nach Ungarn führte ihn die Route, am Tag wollte er ungefähr 60 bis 70 Kilometer zurücklegen. Los ging es am Freitag in der österreichischen Hauptstadt und gegen Mittwoch Nachmittag erreichte Orio trotz teilweise schwieriger Wetterbedingungen Budapest. Dort wurde der glückliche Gondoliere vor dem ungarischen Parlamentsgebäude von Journalisten und dem italienischen Botschafter in Empfang genommen.

Eine Gondel für Europa

Das Motiv für die ganz besondere Reise ist in Orios Liebe zu dem zweitgrößten Fluß Europas zu suchen. Die Donau durchquert in ihrem Lauf die Länder Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien und Moldawien und ist damit für den Italiener zum Symbol der Völkerverbindung und Einheit der Nationen. Dies spiegelt sich auch in dem Motto der Tour „Eine Gondel für Europa“  wider, mit dem für die Freundschaft zwischen den Nationen geworben werden soll. Unterstützt wird das Projekt vom italienischen Matrosenverband. Und noch ein weiteres Anliegen verbindet Orio mit seiner Fahrt: Mit Spenden unterstützt er eine italienische Stiftung, die sich mit der Erforschung von Bekämpfungsmethoden leukämiekranker Kinder beschäftigt.

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