Edelweiß – eine einzigartige Alpenblume

291531_r_k_b_by_sassi_pixeliodeÖsterreich hat neben seiner malerischen Landschaft und kulturellen Vielfalt eine vielfältige Flora zu bieten. Zu den herausragendsten und am weitesten bekanntesten Pflanzen der Alpenrepublik zählt auf jeden Fall das Edelweiß (Leontopodium nivale). Nicht nur wurde es in Liedern und Gedichten besungen, es findet sich sogar auf der 2-Cent-Münze des österreichischen Euros. So hat es sogar die typisch österreichische Lederhose als typisches Erkennungsmerkmal für die Region geschlagen.

Auf den ersten Blick fällt das Edelweiß vor allem durch seine wolligen, weißfilzigen Blätter auf, die besonders an der Unterseite stark behaart sind. Diese formen einen mehrzackigen Stern und umhüllen den eigentlichen Blütenstand. Der ist in mehrere gleichartige korbförmige Teilblütenstände unterteilt, die jeweils eine 60 bis 80 Röhrenblüten enthalten.

Schimmernde Schönheit

Der hellweiße Schimmer der Pflanze entsteht durch tausende kleine Luftbläschen, die an dem vielfach durcheinander gewirkten, krausen Haar der Pflanze haften und dadurch das einfallende Licht reflektieren. Edelweiße aus dem Tiefland haben jedoch eine weniger dichte Behaarung und erscheinen grünlich anstatt weiß.

Insgesamt wird die Pflanze zwischen fünf bis mehr als zwanzig Zentimeter hoch und blüht zwischen Juli und September. Ihre Früchte werden als Schirmchenflieger verbreitet. Ist es nass, können sie auch an Tieren haften bleiben und werden so verbreitet. Als Bestäuber wirken vor allem Fliegen, sowie Falter, Käfer und Hautflügler. Vor allem wächst es auf steinigen Wiesen, Kalksteinfelsen und auch auf Almwiesen – dort jedoch seltener. Außerhalb von Österreich kann es auch in mittel- oder südeuropäischen Gebirgen wie den Pyrenäen und im Balkan gefunden werden.

Trotz oder besonders wegen seiner Schönheit und der einzigartigen Assoziation mit den Alpen gilt das Edelweiß als stark gefährdet. Das liegt vor allem am Betreten und Befahren der verbliebenen Standorte. So steht es unter strengem Naturschutz und darf unter Strafe nicht gepflückt werden.

(Bildquelle: sassi / pixelio.de)

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